Katastrophenhilfe Irak

Familien auf der Flucht

Den Familien aus Mossul blieb nur noch die Flucht, wenn sie nicht im Häuserkampf umkommen wollten. Inzwischen sind im Nordirak so viele Flüchtlinge angekommen, dass man sie nicht mehr zählen kann. Es gibt nicht genug Nahrung und Zelte für alle. GAiN weitet deshalb sein Nothilfeprogramm aus.

Ein internationales Katastrophenhilfeteam wird unsere Mitarbeiter vor Ort bei der Verteilung unterstützen. Wir versorgen mehrere hundert Familien regelmäßig mit Lebensmitteln. Tausende erhalten gelegentliche Hilfe. Für zwei Camps und damit für weit über 100.000 Menschen haben wir die Trinkwasserversorgung übernommen. Kleidung, Decken, energiehaltige Nahrung und Hygieneartikel werden jetzt noch mehr als bisher benötigt. Allein die Transportkosten für gespendete Hilfsgüter aus Deutschland betragen in den nächsten Monaten 50.000 Euro. Bitte helfen Sie mit.

Spende

Grün ist die Hoffnung

Ein GAiN-Mitarbeiter erzählt: "Mitten in einem dieser Camps mit über 700 Zelten habe ich etwas gesehen, das mir neue Hoffnung für die Menschen gab: Vor einem Zelt hatte ein Familienvater ein kleines Blumenbeet angelegt, dahinter eine aus Abfall gezimmerte Kinderschaukel. Darauf ein kleiner Junge, der, lächelnd schaukelte. Der Vater sagte zur mir: 'Ich möchte meinen Kindern auch hier ein Zuhause schaffen. Sie haben ihre Heimat verloren. Wenn sie jetzt nicht ein klein wenig Glück fühlen, wird auch ihre Hoffnung verloren sein.'"  

Infos über den Irak

Katastrophenhilfe Irak

Die Geisterstadt Karakosch

"Auf dem Weg von Erbil nach Karakosch passierten wir fünf Checkpoints. Aber ohne Passierschein wären wir nicht einmal durch die erste Kontrolle gekommen", berichtet eine GAiN-Mitarbeiterin, die Ende November im Nordirak war, um Flüchtlingen zu helfen. Karakosch war mit 50.000 Einwohnern die größte christliche Stadt im Nordirak. Die Menschen wurden im Sommer 2014 vom IS vertrieben. Heute ist Karakosch eine Geisterstadt. So gut wie alle Häuser sind zerstört.

"Es war gespenstisch als wir durch die ehemalige Einkaufstraße gingen", erzählt die GAiN-Mitarbeiterin weiter. "Es knackte und knisterte ständig unter meinen Füßen. Einmal war es ein Puppenkopf, ein anderes Mal eine Perücke oder ein kaputter Schuh. Alle Regale in den Geschäften waren leergefegt, und die Waren lagen auf dem Boden zerstreut. Was mich am meisten schockierte: Nicht ein einziger Gegenstand war heil geblieben, die Zerstörung war total.

Dann kamen wir zum Haus von K. Von außen sah es gar nicht so kaputt aus. Die Fassade war fast unversehrt. Im Eingang lagen Kinderbücher der Tochter, Geschirr und Kleidungsstücke wild durcheinander. Im Treppenhaus sah ich dann das Ausmaß der Zerstörung: Durch einen Brand mit großer Hitzeentwicklung war die Statik des Hauses zerstört worden. Die meisten Menschen, mit denen wir sprachen, haben wenig Hoffnung, jemals wieder in ihre Heimatstadt zurückkehren zu können. Sie sagten zu mir: 'Was wir brauchen ist Sicherheit. Wir möchten irgendwo mit unseren Familien in Frieden leben. Wir glauben nicht, dass dies im Irak möglich ist.'"

Hilfe für die Vertriebenen

Haiti: Lesen, lernen, lachen

Bildungs-Baustelle

Die Schulglocke läutet um 7.45 Uhr. Von überall her strömen Schüler in blau-­weißen Uniformen zu einer Holz­baracke. Um acht Uhr beginnt hier der Unterricht für 230 Schüler. Dieses behelfsmäßige Gebäude überhaupt eine Schule zu ­nennen, ist schon arg geschmeichelt. Aber immerhin gibt es einen Ort, an dem Kinder unterrichtet werden. Als 2010 das Erdbeben das alte Schulgebäude zerstörte, mussten die Verantwortlichen des Kinderheims improvisieren. In der Not zimmerte man ein paar Holzwände zusammen und brachte ein Wellblechdach darüber an.

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Waisenkinder in Haiti

Lesen, lernen, lachen

Die Schule in Léogâne existiert schon 30 Jahre. Lehrer Geralson (oben mit der Schulglocke) ist seit seiner Jugend dabei. Als Achtjähriger kam er von Mutter und Vater verlassen im Heim an. Er erinnert sich: „Ich habe morgens, mittags und abends gelernt, damit ich nicht mehr an meine Vergangenheit denken musste“. Heute hilft er als Erzieher im Heim den Kindern, denen das gleiche widerfahren ist wie ihm. Seiner Oma, die ihn damals nicht einfach ohne Bildung aufwachsen lassen wollte und ihn ins Heim brachte, ist er immer noch mehr als dankbar. Weil er zur Schule gehen konnte, hat er heute eine Arbeitsstelle.

Die alte Schule

Die Zwischenwände der neun Klassenräume sind nach oben offen. Das heißt, dass jeder Lehrer laut genug sprechen muss, um den Lärmpegel aus den Nachbarzimmern zu übertönen. Vor allem die älteren Schüler und Lehrer leiden unter der täglichen Lärmbelästigung und können sich schlecht konzentrieren.

Die neue Schule

Am ersten April 2017 begannen die Bauarbeiten und von Woche zu Woche verändert sich die Baustelle. Noch in diesem Jahr wird der erste Bauabschnitt für vier Klassen fertiggestellt sein. Große, gut belüftete, helle und vor allem leise Klassenzimmer schaffen endlich gute Bedingungen für alle. Und auch der nächste Hurrikan oder ein Erdbeben werden diesen Gebäuden nichts anhaben können.

Die Schule ist ein Segen für die 50 Heimkinder und die 180 Schüler, die in der Umgebung wohnen. Viele andere Kinder können nicht zum Unterricht kommen. Ihre ­Eltern haben entweder keinen Schulplatz für sie ergattern können, können das Schulgeld nicht zahlen, oder finden keine Möglichkeit, den weiten Weg zur nächsten Schule zu überwinden. Die neue Schule ist genau für diese Kinder gedacht. Ohne Bildung schaffen sie den Weg aus Analphabetismus und Armut nicht. Der neue Schulkomplex wird 455 Schülern eine solche Chance geben. Mit jeder Spende geben Sie Kindern in Haiti eine hoffnungsvolle Zukunft.

Spende für Schule

 Mehr über Haiti

Hilfsgütersammelaktion

Gib sein letztes Hemd!

Er schafft es einfach nicht, seinen Kleiderschrank aufzuräumen? Du kannst ihm und uns helfen. Du weißt, was er abgeben kann. Wir brauchen dringend Kleidung, die wir an Menschen in Not wie z.B. Flüchtlinge weitergeben können. Vor allem Männerkleidung fehlt!

Was gebraucht wird

Gut erhaltene, saubere Kleidung und Schuhe (paarweise gebündelt) für ­Erwachsene und Kinder. Auch neue Kleidungs­stücke sind willkommen. Wer möchte, kann uns durch seine Geldspende helfen, Kleidung in unsere Projekt­länder (z.B. Armenien, Lettland, Irak, Rumänien, Ukraine) zu transportieren.

Wie die Kleidung verpackt wird

Die Hilfsgüter in stabile Kartons (z.B. Bananenkisten) ­packen, zu­kleben und beschriften. Bitte getrennt nach Damen-, Herren-, Kinder­kleidung und Schuhen verpacken! Die Pakete bei der nächsten Sammelstelle abgeben oder per Post an uns senden.

Weitere Infos

Reisen mit Herz

Land entdecken – Menschen helfen

Reisen Sie in eines ­unserer Projekt­­länder. ­Lernen Sie die ­Menschen und ihre ­Kultur ­kennen. ­Entdecken Sie das Land bei ­Aus­flügen. ­Helfen Sie bei ­humanitären ­Einsätzen, ­Bau­projekten oder Kinder­programmen. Wir ­versprechen ­Ihnen ­einen ­un­­ver­gesslichen Urlaub.

Angebote 2017/2018

Zeitschrift "bewegt"

Unsere Zeitschrift "bewegt" enthält Berichte über unsere Arbeit und behandelt spannende Themen rund um die humanitäre Hilfe. Sie erscheint viermal im Jahr und ist kostenlos erhältlich. Schauen Sie hier in die Zeitschrift rein und bestellen Sie sich dann die Papierausgabe.

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