Januar 2004:
"Es
war Sonntagabend nach Weihnachten. Ich saß gemütlich in meinem
Wohnzimmer und las einen spannenden Roman, als das Telefon klingelte.
Es war Hassan aus dem Iran. "Klaus, könnt Ihr uns Hilfe schicken?" Und
da waren sie wieder, die Bilder, die ich im Fernsehen vom Erdbeben in
Bam gesehen hatte. "Ja, wir werden Hilfe bringen, was braucht ihr
genau?". Und so begann alles... Inzwischen habe ich erfahren, dass fast 40
unserer Mitarbeiter aus den Nachbarländern nach Bam gereist sind und
dort tun, was ihnen vor die Hände kommt. Unter der Leitung von Hassan
helfen sie beim Graben nach Opfern, beim Wegräumen des Bauschutts. Sie
trösten, reden, weinen mit den Überlebenden in den Zeltstädten am
Stadtrand. Sie sind einfach da, und sie packen an. Für die Welt ist das
Erdbeben schon wieder kalter Kaffee, aber die Betroffenen stehen immer
noch unter Schock und brauchen Menschen an ihrer Seite. Es wird Monate
dauern, bis sie wieder normal wohnen und leben können. Weil ich weiß,
dass unsere Mitarbeiter dort so einen wichtigen Dienst tun, möchte ich
sie gerne unterstützen und ihnen die Hilfe geben, die möglich ist. In
unserem Lager haben wir Babynahrung, Hygieneartikel und warme Kleidung,
die in Bam noch dringend gebraucht werden." Klaus Dewald
Den Überlebenden des Erbebens wurde kurz darauf Hilfe in Form von
Kleidung und Nahrungsmitteln gesendet. Vielen Dank für Ihre Spenden!
