Artom, seine Frau Jeniya und ihr Sohn Nikita kamen nach Israel, um dort ein neues Leben anzufangen. Das junge Paar aus der Ukraine, beide sind 20 Jahre alt, kam mit ihrem zweijährigen Sohn und mit fünf Reisetaschen auf dem Flughafen an. Das war alles, was sie besaßen. Schon auf dem Flughafen galt es, die erste Hürde zu überwinden. Die Reisetasche, in der die Kleidung des kleinen Nikita verstaut war, war verloren gegangen. Sein Kinderrucksack und das, was er auf dem Leibe trug, waren nun sein ganzer Besitz.
Mitarbeiter der Partnerorganisation von GAiN in Israel, hörten von der jungen ukrainischen Familie und ihrer Not und luden sie zu sich nach Hause ein. Sie gaben ihnen erst einmal Kleidung ihres eigenen Sohns, machten ihnen Mut und vermittelten die Einwanderer an eines der 30 Hilfszentren, die in Israel derzeit ebestehen. Seit 1989 (dem Fall des Eisernen Vorhangs) sind insgesamt 1,2 Mio Juden als Immigranten nach Israel gekommen, in das Land ihrer Väter, davon viele aus Äthiopien oder aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Israel möchte Heimat für alle zerstreuten Juden werden, doch das bringt das Land in enorme finanzielle Probleme. Es gibt soviel für seine Sicherheit aus, dass für soziale Zwecke keine Reserven mehr vorhanden sind. Kaum jemand weiß, dass Israel heute mehr denn je mit Armut und Not zu kämpfen hat.











