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Situation



Dürre und Hunger und Wassernot

Bill Blaney (GAiN-Kanada) war schon mehrmals im Sudan und konnte im Mai auch erstmalig in den Süden des Landes reisen. Er besuchte eine Dorfgemeinde mit 7.500 Menschen, von denen die meisten an extremer Unterernährung leiden. „Viele werden bald sterben, wenn ihnen niemand hilft“ so Bill. Eine massive Trocken­heit hat das Gebiet getroffen – es gab fast sieben Monate keinen Regen. Die Ernte ist verdorrt, und das Vieh abgemagert oder zugrunde gegangen. Ihre einzige Nahrungsquelle ist die wilde Jamswurzel, die toxisch wirkt und verschiedene Krankheiten verursacht.

Mehr als zwei Millionen Flüchtlinge sind ­dabei, in den Süden zurückzukehren, von wo sie ursprünglich verschleppt wurden. Es wird ­einen enormen Ansturm auf die wenigen noch funktionierenden Brunnen geben, die aber nicht den aktuellen Bedarf der Menschen decken. Der zwei Jahrzehnte andauernde Bürgerkrieg zerstörte die bestehenden Wassersysteme fast vollständig. Mehr als die Hälfte der Wasserpumpen im Süd-Sudan sind nicht mehr funktionsfähig und nur 25% der Bevölkerung habenZugang zu sauberem Trinkwasser. Die meisten Menschen müssen rund 8 Stunden laufen, um ein paar Kanister mit Wasser zu bekommen, das oft Quelle für Cholera und andere Krankheiten ist. Eines von vier Kindern stirbt, bevor es das fünfte Lebensjahr erreicht und fast die Hälfte dieser Todesfälle sind auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen.

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Dieser Junge war kurz vor dem Hungertod. Bill Blaney brachte ihn ins Krankenhaus und rettete ihm so das Leben.