Lage und Situation
Das in Zentralasien an den Westhängen des Pamirgebirges gelegene
Land erscheint nach Sprache und Tradition eher dem Iran verwandt als
dem westlichen Nachbarn Usbekistan. Erst als andere Sowjetrepubliken
Ende 1991 ihre Unabhängigkeit erklärten, entschloss sich auch
Tadschikistan zu diesem Schritt. Kurz darauf kam es zu Kämpfen zwischen
kommunistischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen, die 1997
durch einen Friedensvertrag beendet wurden. Die Nachbarländer sind
Afghanistan, Usbekistan, China und Kirgisien. Den Großteil der
Bevölkerung stellen Tadschiken persischer Herkunft (65%). Der
Hauptkonflikt besteht mit den türkischstämmigen Usbeken. 1989 lebten
noch 400.000 Russen im Land, die aber diskriminiert wurden. Sie
verließen weitgehend das Land. Durch die Kämpfe zwischen den
Kommunisten aus Duschnbe und den militanten Islamisten in den zentralen
östlichen Regionen flohen über 50.000 Flüchtlinge nach Afghanistan.
Wirtschaft
Es gibt kaum Industrie, nur größere Uranvorkommen. Im Land herrscht
eine hohe Inflation und Armut. Über 50 % der Tadschiken leben unter der
Armutsgrenze.
Geschichte
Im 19 Jh. war Tadschikistan eine Ansammlung teilweise unabhängiger
Fürstentümer - einige unter russicher Kontrolle, andere unter dem
Einfluss des Emirs von Buchara. 1925 übernehmen die Sowjets die Macht
im Land. 1991 wird Tadschikistan unabhängig.
Weitere Fakten
Einwohner: 6,2 Mio.
Hauptstadt: Duschanbe
Religion: 85% Muslime
Klima: Im Winter kann es im Gebirge bis zu -45 Grad kalt werden, im Sommer bis zu 40 Grad warm.
Kriminalität: Nur entlegene
Gebiete entgehen der Gewalt durch bewaffnete Banden. Der
Drogenschmuggel an der afghanischen Grenze ist international von
Brisanz.
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