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Situation



Krieg, Armut und Aids

Der 20 jährige Bürgerkrieg der Lords Résistance Army im Norden Ugandas ist vorbei, doch seine Folgen sind noch allgegenwärtig. Dörfer wurden überfallen, Eltern wurden getötet, Jungen zum Soldatendienst gezwungen, Mädchen vergewaltigt. So schnell kann sich ein Land nicht von einer solchen Vergangenheit erholen. Immer noch trauen sich viele Menschen nicht, die Flüchtlingslager zu verlassen und in ihren  Dörfern wieder ihre Felder zu bestellen. Ehemalige Kindersoldaten haben mit ihren schlimmen Erlebnissen zu kämpfen.
 
Aids ist eines der Hauptprobleme des Landes. Immerhin konnte die Rate der Kranken von ehemals 15 Prozent der Bevölkerung auf fünf Prozent gesenkt werden. Das tröstet die betroffenen Aidswaisenkinder leider nicht. Sie leben bei ihren Großeltern oder anderen Angehörigen, die sie wegen ihrer Armut oft nicht richtig versorgen können. Die Armut ist vor allem auf dem Lande schlimm, es geht einfach nur ums Überleben. Frühehen und  -schwangerschaften sind weit verbreitet, Vergewaltigungen durch Onkels und Opas werden kaum bestraft. Oft legen die jungen Mütter ihre Neugeborenen irgendwo ab und hoffen, dass sich jemand kümmert.  

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