Ein Weg aus der Armut heraus

In Bangalore fördern wir Frauen, die keine Chance auf eine Ausbildung hätten. Sie erhalten durch unsere Partnerorganisation vor Ort eine Ausbildung als Schneiderin. Die Kurse sind begehrt, und viele Frauen haben sich in die Warteliste eingetragen.

Die Ausbildung hilft den Frauen, bald auf eigenen Füßen zu stehen. Sie hätten sonst keinerlei Chance auf Bildung, die aber der einzige Weg aus der Armut und dem traditionellen Kastenwesen heraus ist. Das ist für indische Verhältnisse revolutionär: Diese Mädchen und Frauen werden nicht mehr wie Menschen dritter Klasse behandelt und lernen selber, andere nicht mehr nach Kaste und Geschlecht zu beurteilen.

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Selvis Geschichte

Wo Frauen brennen

Selvi hat traurige Jahre hinter sich. Ihre Schwester wurde von ihren Schwiegereltern angezündet und starb. Der Grund: Die Schwester hatte „nur” zwei Töchter, jedoch keinen Sohn geboren. Der Mann der Schwester verschwand daraufhin und ließ die beiden Kinder allein zurück.

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Fortsetzung Geschichte

Wo Frauen brennen

Selvi, selbst unverheiratet, bat die Schwiegereltern ihrer Schwester, die beiden Mädchen zu sich nehmen zu können. Diese stimmten unter der Voraussetzung zu, dass Selvi keine Anzeige bei der Polizei über den Mord an der Schwester erstatten wurde. Selvi willigte ein, ohne zu wissen, wie sie die beiden Mädchen versorgen sollte. Sie bewarb sich um die Ausbildung zur Näherin bei unserer indischen Partnerorganisation. Als sie dort im November 2013 anfing, war sie schüchtern, introvertiert und sehr traurig. Mit der Zeit begann sie sich jedoch zu öffnen. Sie sagt, dass diese Zeit ihr innerlich Ruhe und Frieden gegeben hat. Ihr Glaube an Gott wurde gestärkt. Durch die gute Gemeinschaft unter den Frauen ist auch ihr Selbstbewusstsein gewachsen.

Hoffnungsvolle Zukunft

Den Nähkurs hat Selvi mit sehr gutem Ergebnis bestanden. Schon bevor der Kurs zu Ende war, bekam sie erste Aufträge und hat nun bereits einige Stammkunden. Mit ihrer Arbeit kann sie von Zuhause aus den Lebensunterhalt für sich, ihre Töchter und die kranke Mutter bestreiten. Die beiden Mädchen sind heute 15 und 18 Jahre alt. Selvi kann wieder lächeln. Sie dankt GAiN und den Spendern ganz herzlich, dass sie ihr diese neue Chance ermöglicht haben!“

 

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Portraitfoto von Andrea Scheffler

Ansprechpartnerin Patenschaften

Andrea Scheffler

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