Nigeria – warum wir helfen

Hoffnung gegen den Augenschein

"Wenn es Nigeria schafft, dann kann dieses Land ganz Afrika helfen." Dieses Selbstverständnis ist weit verbreitet im westafrikanischen Staat. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Beherrschend ist vielerorts der Konflikt zwischen dem christlich-animistisch geprägten Süden und dem muslimischen Norden. Der bevölkerungsreichste afrikanische Staat ist fast dreimal so groß wie Deutschland, seine Metropole Lagos gehört zu den größten Städten der Welt. Wie in den Nachbarstaaten ist auch in Nigeria die Grundversorgung mit sauberem Trinkwasser nur für die Hälfte der Bevölkerung gegeben.

Bildung als Schlüssel

In Nigeria herrscht Schulpflicht bis zum 15. Lebensjahr und immerhin 93 Prozent der Kinder werden eingeschult. Allerdings schließen höchstens 50 Prozent die Schule ab – und die Qualität der Schulbildung sinkt ständig, weil dem Land das Geld dafür fehlt. Lehrer werden schlecht bezahlt, so fällt permanent Unterricht aus. Ein weiteres Bildungshindernis ist die radikal islamische Terrorgruppe Boko Haram ("Bücher sind Sünde"), die mit ihren Anschlägen auf Schulen immer wieder für Schlagzeilen sorgt. So ist Schulbildung eine der großen Herausforderungen in Nigeria.

 

 

 

Ikwos Geschichte

Hungrig nach Reis und Rechnen

Ikwo aus Nigeria ist arm. Aber er darf die Schule der Hope Eden Community besuchen. Und sein Hunger auf Lesen, Schreiben und Rechnen ist mindestens so groß wie der auf den täglichen Reis.

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Fortsetzung Geschichte

Hungrig nach Reis und Rechnen

Ikwos Eltern sind einfache Bauern. Sie leben von dem, was sie anbauen. Vater Luka hatte noch elf Geschwister, die aber alle verstorben sind. Mutter Sarah ist früh zur Waise geworden. Beide hatten nie die Chance, eine Schule zu besuchen. Umso mehr freuen sie sich für ihre ältesten drei Kinder, die auf die Hope Eden Community School gehen. Ikwo ist ihr ältester Sohn. Er ist jetzt in der vierten Klasse und der erste in der Familie, der lesen und schreiben kann. Damit hat er die Chance, einmal einen richtigen Beruf zu erlernen.

Arm und doch privilegiert

Ikwo und seine Familie wohnen in Pasali, in der Nachbarschaft der Schule. Ihr Haus ist klein und einfach – es dient ihnen praktisch nur zum Schlafen. Vor dem Haus stecken Holzpfosten im Boden, dazwischen sind Sackleinen und löchrige Tücher gespannt, die einen kleinen Hof bilden. Hier liegt alles, was die Familie besitzt: ein wenig Werkzeug, Töpfe, Tassen und Schüsseln mit bräunlichem Wasser zum Trinken. Doch so arm wie sie sind: Ihr Hunger nach Bildung ist mindestens so groß wie der nach Reis.

Hilfe über die Schule hinaus

Oft engagiert sich das Lehrerteam von Hope Eden über die reine Bildung hinaus. Als Ikwos Mutter der Schulleiterin anvertraute, dass sie Zwillinge erwartete und sich das Krankenhaus nicht leisten konnte, half diese ihr gern. Ihr Mann und sie brachten sie zu Vorsorgeuntersuchungen und zum Kaiserschnitt ins Krankenhaus. Sie versorgten sie mit Aufbaunahrung, damit sie ihre Kinder stillen konnte. Und eine Erstlingsausstattung steuerten sie auch noch bei. Rechnen und Reis gehören eben zusammen.

Nigeria – das Projekt

Hope Eden

Bereits 1997 gründete das Ehepaar Kumbur (Shiekar ist Nigerianer, Annegret ist Deutsche) die Farm "Hope Eden". Ihr Ertrag sollte die Versorgung der dort lebenden Menschen sicherstellen und auch die Ernährungssituation der Kinder und Jugendlichen im Umfeld verbessern. Zusammen mit GAiN konnte die Idee verwirklicht werden, einen Kindergarten und eine Schule zu bauen. Inzwischen besuchen 130 Kinder die Hope Eden Community School. Hier bekommen die oft mangelernährten Kinder über die Schulbildung hinaus Frühstück, Mittagessen und bei Bedarf auch Kleidung oder medizinische Versorgung. Die GAiN-Mitarbeiter Judith und Elijah Ochoje leiten die Schule und kümmern sich um Lehrer, Schüler und Eltern.

GAiN hilft in Nigeria mit:

  • Unterstützung für die Schulkinder
  • Bau von Unterrichts- und Wohngebäuden
  • Mobiliar und Unterrichtsmaterial

 

 

Nigeria – wie Sie helfen können

Unterstützen Sie Kinder in Nigeria mit:

  • Hilfsgütern (Kleidung, Schulmaterial …)
  • Geld (Schulbesuch, Fahrtkosten, Lehrergehälter)
  • Mitarbeit (z.B. im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes)

Ihre Spende hilft!

  • Mit 25 Euro im Monat ermöglichen Sie einem Kind den Schulbesuch.
  • Mit 175 Euro übernehmen Sie die monatlichen Kosten für einen der beiden Schulbusse, die die Kinder aus entfernteren Dörfern in die Schule bringen.
  • Mit 600 Euro kommen Sie sechs Monate lang für das Gehalt eines einheimischen Lehrers auf.

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