Lesbos – warum wir helfen

Flüchtlingslager "Moria"

Als die Grenzen in Europa geschlossen wurden, war der Weg vieler Geflüchteter nach Mitteleuropa unterbrochen. Nachdem sie um ihr Leben gerannt sind, um dem Krieg in ihren Heimatländern zu entkommen, sind diese Menschen nach einem oft riskanten Übersetzen aus der Türkei auf der griechischen Insel Lesbos gestrandet.

Das Lager, das ursprünglich als Kurzzeitunterkunft für 3.000 Personen geplant war, ist völlig überfüllt. Jetzt leben dort etwa 20.000 Menschen. Es mangelt an Schlafplätzen, Decken, Kleidung und sanitären Anlagen. Menschen schlafen in hauchdünnen Zelten, es ist kalt, nass und es herrscht pure Verzweiflung. Nicht auszudenken, was passiert, wenn jetzt auch noch Corona im Lager einzieht.   

Ein Filmemacher aus Gießen hat einen bewegendes Video über die Situation der Flüchtlinge gemacht:

Film ansehen

Lesbos – wie wir helfen

Flüchtlinge am Rande Europas

Im Lager herrscht eine Atmosphäre von Leid, Ungerechtigkeit, Dunkelheit und so viel Hoffnungslosigkeit. Menschen stehen stundenlang Schlange, um etwas zu essen zu bekommen. 100 Menschen teilen sich eine Toilette. Duschen ist Luxus. Nachts trauen sich die Frauen nicht alleine in die Waschräume. Auch die Helfer verzweifeln, wenn sie die Bitten der Geflüchteten ablehnen müssen, weil es einfach an allem fehlt. Vor der Corona-Krise half GAiN durch Hilfsgüter und Teams, die praktisch dort mitanpackten. Viele ehrenamtliche Helfer sind aus Sicherheitsgründen abgereist. Ein Team von GAiN-Katastrophenhelfern war von Ostern bis zum 15. Juni im Lager, um dort beim Aufbau einer Quarantänestation für 70 Patienten zu helfen. Sie verteilten außerdem Hilfsgüter von zwei GAiN-Transporten und packten beim Wiederaufbau eines vom Feuer zerstörten Wohngebäudes mit an. Auch die Schweizer GAiN-Kollegen sammeln fleißig für die Geflüchteten. 

Unsere Mitarbeiterin Andrea Wegener lebt seit November 2018 auf der Insel. Sie möchte die Welt dieser Menschen wenigstens etwas heller und hoffnungsvoller machen! Sie hat die operative Leitung der Arbeit unserer Partnerorganisation EuroRelief im Camp, verhandelt mit der Camp-Verwaltung, Behörden und anderen Hilfsorganisationen und koordiniert den Einsatz von rund 1.400 Ehrenamtlichen pro Jahr.

Lesen Sie hier, was sie über die aktuelle Lage berichtet:

Andreas Blog

 

 

 

Lesbos - wie Sie helfen können

Beat Corona - Help Lesbos

Corona darf im Camp Moria keine Opfer finden! Deshalb haben wir aus aktuellem Anlass die folgenden drei Aktionen ins Leben gerufen. Jeder kann jetzt mithelfen!

1. Gib dein letztes (Unter-) Hemd!

Die Geflohenen konnten nicht viel mitnehmen. Männer, Frauen, Jungen und Mädchen brauchen dringend neue Unterwäsche - Größen S-L. 
Sie kaufen Unterhosen und Unterhemden und schicken sie zu GAiN nach Gießen!

2. Windeln* packen!

Im Camp Moria leben unfassbar viele Kleinkinder. Manche wurden hier geboren. Stoffwindeln zu waschen ist so gut wie unmöglich. Wasser ist nur wenige Stunden am Tag verfügbar. Windeln einzukaufen, ist für fast alle Familien zu teuer, der Weg zu weit und die angebotene Menge zu begrenzt. Windeln sind die dringendsten Artikel im ganzen Lager, sagen uns die Mitarbeiter vor Ort. 
Sie kaufen Windelpakete und schicken sie zu GAiN. Oder Sie senden uns einen Gutschein, den wir in Gießen bei einem der bekannten Drogeriemärkte einlösen können.

*Wir präferieren keine Windeln einer bestimmten Marke, auch wenn auf unseren Flyern eine solche erwähnt wird!

3. Quarantäne-Platz schaffen!

Im Lager kann sich niemand vor Ansteckung schützen. In einem abgeschlossenen Teil richteten die Mitarbeiter eine Isolier- und eine Krankenstation für 70 Patienten ein. Jede Person, die dort aufgenommen wird, braucht: 1 Campingbett, Bettdecke und zweifache Bettwäsche, Unterwäsche und ein Hygienepaket (Seife, Shampoo, Deo ...) Für 50 € kann ein Quarantäne-Platz ausgestattet werden.

Spende

Laden Sie den Flyer zur Aktion runter. Drucken Sie ihn aus oder versenden ihn per E-mail an Ihre Bekannten.

Flyer Beat Corona

Flyer Windel Aktion