Zu wenig zum Leben

Viele Holocaustüberlebende erhalten vom israelischen Staat nur eine kleine Rente. Ihre monatlichen Ausgaben für Miete, Nebenkosten, Lebensmittel und Medikamente übersteigen ihre finanziellen Mittel. Gerade für diejenigen, die aus Osteuropa stammen, ist es schwer die offizielle Anerkennung als Holocaustopfer zu erlangen. Aber nur dadurch haben sie einen Anspruch auf Entschädigungsrente.

Die monatlichen Gutscheine für Lebensmittel, die unsere Mitarbeiter zu den alten Menschen bringen, sind jedes Mal wie ein kleines Geschenk, das den Alltag etwas erleichtert.

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Begleitung am Lebensende

Unsere Patenschaften für Holocaustüberlebende können helfen, dass die alten Menschen ihre letzten Tage nicht in Armut und Verbitterung verbringen müssen. Unsere Mitarbeiter besuchen sie regelmäßig, organisieren Hilfe und Pflege und kaufen nötige Lebensmittel und Medikamente. Neben praktischer Hilfe erhalten sie so auch wichtige soziale Kontakte. Wer noch fit genug ist, kann an regelmäßigen Treffen der "Schalom-Häuser" teilnehmen, bei denen die alten Menschen zusammen reden, feiern, singen und essen.

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Michaels Geschichte

"Sie war die schönste Frau der Welt"

Seine Kinder und Enkel leben in anderen Teilen der Welt, Michael sieht sie so gut wie nie. Als ein Team von GAiN ihn besucht, zeigt er uns stolz Bilder, auf denen er und seine Frau als junge Menschen zu sehen sind. „Sie war die schönste Frau der Welt“, meint er wehmütig.

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Fortsetzung Geschichte

"Sie war die schönste Frau der Welt"

Michael erzählt uns von der Musik und seiner Trompete. „Ich kann nicht mehr spielen“, sagt er leise. Für ein Foto tut er aber noch einmal so, und ein ­Lächeln huscht über sein Gesicht. Er genießt sichtlich die Aufmerksamkeit. Zum Abschied küsst er uns die Hände – „Bitte kommt wieder und vergesst mich nicht!“, sagt er, und Tränen steigen in seine Augen, während wir uns auf den Weg machen.

Michael S. wurde durch unser Patenschaftsprogramm unterstützt und konnte so seine kleine Rente ein wenig aufbessern. Leider verstarb er 2016.

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