Eine Familie - viele Krankheiten

Der 6-jährige Karen lebt mit seinen Eltern und zwei Brüdern in Armenien. Die Familienmitglieder leiden unter verschiedenen Krankheiten. Der Vater hat eine Wirbelsäulenverkrümmung, die Mutter litt nach einer Operation an einer Thrombose und braucht Medikamente. Ein Sohn hat Asthma. Sein Bruder bastelte an einer Batterie, die explodierte und deren Splitter ihn verletzten. Karen selber hat eine Blutarmut. Die Kosten der medizinischen Behandlungen können sie sich selber nicht leisten. Seit sie in das Patenschaftsprogramm auf-genommen wurden, haben sie wieder Hoffnung. GAiN hilft ihnen ganz individuell in vielen ihrer Nöte, z.B. beim Ausbau ihres kleinen Hauses (60 qm). Noch fehlt so vieles dafür, z.B. Betten für die Kinder, Küchenmöbel, eine Toilette und Waschbecken. Man duscht mit einer Schüssel. Wenn der Anschluss an die Wasserversorgung und die Kanalisation erfolgt, kann die Familie endlich anfangen, in Würde zu leben.   

 

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Am Ende ihres Lebenskonzertes

Raissa liebte immer die Musik. Sie war Pianistin, ja sogar Dirigentin. Trotz ihrer schlimmen Vergangenheit ist sie zufrieden.

Im Alter von 15 Jahren musste Raissa zusammen mit ihrer Mutter aus der Ukraine flüchten. Wochenlang waren sie ohne Essen und mit nur wenigen Habseligkeiten zu Fuß unterwegs, bis sie Stalingrad erreichten. Neben der Kälte und dem Hunger erinnert sich Raissa vor allem an den ständigen Bombenhagel. Wenn sie und die anderen Kinder nach den Angriffen aus ihren Verstecken herauskamen, lagen oft tote Menschen und abgerissene Gliedmaßen auf dem Boden. Schließlich brachte die Deportation sie nach Sibirien. Trotz der extremen Lebensbedingungen schloss sie sich einem Orchester an, das in Militärkrankenhäusern für die verwundeten Soldaten spielte. Nach dem Krieg kehrte Raissa mit ihrer Mutter in ihre Heimatstadt Lugansk zurück. Ihre Wohnung war besetzt, sie mussten sich eine neue Bleibe suchen. All ihre Verwandten starben im Krieg.

Nach einer glücklichen Ehe- und Familienzeit in der Ukraine wanderte Raissa 1994 im Alter von 68 Jahren in Israel ein. Manche ihrer damaligen großen Hoffnungen haben sich zerschlagen. Raissa erhält eine kleine Sozialrente, die ihr nach Abzug der Miete und Umlagen nur die allernötigsten Einkäufe ermöglicht. Auch die medizinische Behandlung ihres Brustkrebses verschlang ihr Minibudget. Die 95-Jährige lebt allein in einem Wohnblock. Leider kann sie wegen der schlimmen Arthrose in den Fingern nicht mehr Klavierspielen. Aber sie ist dankbar. Denn sie bekommt Hilfe und Aufmerksamkeit. Viele andere Holocaustüberlebende sind einsam, auf sich allein gestellt und leben in unglaublicher Armut. Sie müssen ihr karges Budget streng einteilen, damit es für das Nötigste reicht.

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Plötzlich Waise

Boscos Mutter lag bewusstlos auf dem Boden, als Passanten sie und ihr Baby entdeckten. Die Polizei brachte beide ins Krankenhaus. Einen Tag später erwachte die Mutter kurz aus ihrer Bewusstlosigkeit und gab an, dass ihr kleiner Junge drei Monate alt wäre. Kurz darauf starb sie. Niemand wusste, woher sie kam, ob es Verwandte gibt und wo sie wohnen. Im Krankenhaus hofften die Mitarbeiter, dass jemand kommen würde, um den Leichnam und das Baby abzuholen, aber niemand kam. Also riefen die Mitarbeiter die Polizei an. Die Polizeibeamten wussten, wer in solchen Fällen helfen kann: die Leiter des Kinderdorfes „Arche Noah“. Bosco wurde dort im Jahr 2014 aufgenommen. Er durchlief den Kindergarten, besucht die Grundschule und ist zu einem fröhlichen, gesunden kleinen Mann herangewachsen. Bosco hat ein sicheres Zuhause, in dem er sich wohlfühlt und in dem er alles bekommt, was ein Kind braucht.   

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