Armenien

Familienpatenschaften

In Armenien leben 80 Prozent der ­Bewohner unter der Armutsgrenze – die Hälfte sogar in extremer Armut. Da viele Familien sich die Miete für eine Wohnung nicht leisten können, leben sie in alten rostigen Containern, die weder fließendes Wasser, noch Sanitär­einrichtungen haben. Es fehlt an Geld für Heizmaterial und Schulkleidung für die Kinder. Weil sie sich ihrer Armut schämen, wagen sie es kaum, um Hilfe zu bitten.

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Die Medien nehmen diese Armut nicht wahr, die Menschen fühlen sich einfach vergessen. Mit Hilfe von Patengeldern können wir bedürftige Familien mit Kleidung, Schuhen, Lebensmitteln und Fahrtkosten zur Schule unterstützen. Wenn eine Familie besondere Bedürfnisse hat, helfen wir gerne ganz individuell. Dass Menschen anderswo an sie denken und geben, macht ihnen Mut, sich selber wieder zu helfen.

Pate werden

Arewiks Geschichte

Der Brunnen ist der Anfang

Die fünfköpfige Familie S. aus Armenien lebte 2013 noch in diesem Container mit löchrigem Dach und Plastikfolien vor den Fenstern. Innen roch es muffig, als die GAiN-Mitarbeiter sie besuchten. Das Tageslicht drang kaum durch die kleinen Scheiben. Das bisschen Geld, das der Vater als Busfahrer verdiente, reichte kaum zum Leben. Trotzdem strahlte die Mutter eine Fröhlichkeit aus.

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Fortsetzung Geschichte

Der Brunnen ist der Anfang

Im Garten baut die Familie S. Gemüse an. Weil kein Wasser zum Gießen da war, blieb die Ernte immer karg. GAiN ermöglichte mit Hilfe von Paten aus Deutschland eine Brunnenbohrung und kaufte eine Wasserpumpe. Arewik und ihr Mann freuten sich riesig. Endlich können sie sich selbst mit Gemüse versorgen und einen Teil der Ernte sogar noch verkaufen.

Vor einigen Jahren hatten sie neben dem Container mit dem Bau eines Wohnhauses begonnen. Mangels Geld war an einen Weiterbau nicht zu denken. Durch die Unterstützung aus Deutschland konnten sie Steine kaufen und das kleine Haus mit drei Zimmern endlich fertigstellen. Arewik ist den Spendern aus Deutschland unendlich dankbar. Am liebsten würde sie sie in ihr Haus einladen und einen großen armenischen Kuchen für sie backen.