Ungarn – warum wir helfen

Soziales Gefälle

Das soziale Gefälle ist in Ungarn ein großes Problem. Die Hauptstadt Budapest ist eine lebendige Metropole. Die wunderschöne Stadt gehört zu den Top-Reisezielen in Europa und wird jährlich von mehreren Millionen Touristen besucht. Doch wenn man mit dem Auto ein bis zwei Stunden in den Osten des Landes fährt, herrscht plötzlich bittere Armut vor. Es fehlt an sicherem Einkommen und oft auch an der lebensnotwendigen Grundversorgung. Besonders betroffen davon sind in Ungarn Sinti und Roma, die außerhalb der Städte in kleinen Ortsgemeinschaften zusammenleben. Hoffnungslosigkeit und fehlende Perspektive sind hier greifbar.

Corona verschlimmert Armut

Wie anderswo in der Welt hat die Corona-Krise auch in Ungarn die Ärmsten am schlimmsten getroffen. Menschen, die als Tagelöhner auf Baustellen arbeiteten, verloren von heute auf morgen ihre Arbeit und damit ihr Einkommen. Die Folge war existenzielle Not. Viele Familien standen vor dem Nichts und wir mussten sie mit Lebensmittelpaketen versorgen. Die Kinder dieser benachteiligten Familien bekommen ihr einziges warmes Essen in der Schule. Doch ohne Schulsachen macht das Lernen keine Freude. Deshalb senden wir Schulranzen nach Ungarn, die mit einer Grundausstattung an Stiften, Heften etc. gefüllt sind, um den Kindern möglichst gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn zu geben.

 

 

Ungarn – wie wir helfen

Mónikas Geschichte

Mónika ist in der Leitung eines kleinen Heimes für Menschen mit Downsyndrom in Budapest. Hier leben zwölf geistig beeinträchtigte Menschen, die keine Verwandten mehr haben oder von ihren Familien verstoßen wurden, zusammen mit ihren Pflegern. Wegen der Coronapandemie musste das Heim im ersten Lockdown die Tore schließen. Außerdem verlangte das Gesundheitsamt, dass sie Hygienematerial, Desinfektionsmittel etc. anschafften. Dadurch war die finanzielle Situation angespannt. Die Heimbewohner litten stark unter den Ausgangsbeschränkungen, weil nun keine täglichen Spaziergänge mehr möglich waren, wie sie es es gewohnt waren. Durch ein Teammitglied unserer Partnerorganisation KEMA entstand der Kontakt zu diesem Heim. Sie konnten mit Nahrungsmitteln und brandneuen Adidas-Sportschuhen aus einem unserer Hilfstransporte helfen. Die Bewohner freuten sich riesig. So etwas Schönes hätten sie auch ohne Corona nicht leisten können.

Beim zweiten Besuch erhielten auch die Pflegerinnen ein paar Schuhe, was sie sehr bewegte. Für Mónika war es gleich ein doppeltes Geschenk. Ihr eigener Sohn leidet am Downsyndrom und lebt ebenfalls im Heim. Als Anfang 2020 der Lockdown begann, verstand er genauso wie die anderen Bewohner nicht, warum sie plötzlich keine gemeinsamen Ausflüge und Aktionen mehr machen durften. Sie waren verwirrt und wurden wütend auf das Personal des Heims. Viele wurden depressiv und einige hörten sogar auf zu sprechen. Die geschenkten Sportschuhe kamen zur richtigen Zeit. Auch Mónikas Sohn war begeistert. Sie erzählt: "Das war ausnahmslos für alle Bewohner ein wunderbares Geschenk. Sogar mein sturer Sohn hat wieder gelächelt und konnte mir vergeben, dass ich das Heim für eine Zeit schließen musste."

Ungarn – wie wir helfen

Unsere Hilfstransporte enthalten:

Lebensmittel, Babynahrung, Kleidung, Hygieneartikel, Güter des täglichen Gebrauchs, Schulranzen und vieles mehr. Diese Hilfsgüter werden von unserer lokalen Partnerorganisation KEMA (Kelet-Európa Misszió Alapítvány) verteilt. KEMA ist gut vernetzt mit Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen im Land und gibt unsere Hilfsgüter an Menschen in Not weiter.

 

 

 

 

Ungarn – wie Sie helfen können

Unterstützen Sie Familien in der Ungarn durch:

  • Hilfsgüter (Kleidung, Schuhe ...)
  • Schulranzen
  • Geld

Ihre Spende hilft!

  • Mit 50 Euro ermöglichen Sie den Transport eines Rollators, Toiletten- oder Rollstuhls.
  • Für 150 Euro können wir eine Europalette mit Kleidung, Nahrungsmitteln oder Schulranzen nach Ungarn bringen.
  • Mit 2.000 Euro übernehmen Sie die Transportkosten für eine Lkw-Fahrt von Gießen nach Ungarn.

Spende