Ukraine – warum wir helfen

Der vergessene Krieg

Der Krieg in der Ostukraine dauert mittlerweile fast sieben Jahre. Der Konflikt hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben von mehr als fünf Millionen Menschen in den betroffenen Regionen Donezk und Luhansk im Osten des Landes. Die Zivilbevölkerung trägt weiterhin die Hauptlast des Konflikts. Die Angst vor Beschuss, gewaltsamen Zusammenstößen und die Bedrohung durch Landminen ist die tägliche Realität für die Menschen entlang der „Kontaktlinie“. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen voraussichtlich 3,4 Millionen Menschen in der Ukraine humanitäre Hilfe.

 

Flucht und Not

Not herrschte in der Ukraine schon vor dem aktuellen Krieg. Nach der Herauslösung aus der Sowjetunion kam es nie zu echten Reformen. Selbst wer Arbeit hat, ist darauf angewiesen, nebenbei etwas Landwirtschaft zu betreiben – sonst ist das Überleben kaum möglich. Alte, Kranke und Schwache, die diese Möglichkeit nicht haben, leiden wirkliche Not. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass über zwei Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht sind, ohne Arbeit und Wohnung.

Katerinas Geschichte

Sechs Monate in einem Keller

Ich habe drei Kinder. Mein ältester Sohn ist zehn, meine Tochter neun Jahre und mein jüngster Sohn fünf Monate alt. Ich bekomme 2.000 ­Griwna (ca. 68 Euro) im Monat, ­wovon ich das meiste für Haferflocken und Windeln aus­gebe. Wir sind vor dem Krieg in der Ostukraine geflohen und haben alles verloren.

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Fortsetzung Geschichte

Sechs Monate in einem Keller

Als der Beschuss anfing, waren meine beiden älteren Kinder allein zu Hause, ich war im achten Monat schwanger. Unser Haus wurde damals von drei Granaten getroffen, weshalb wir große Angst hatten und zunächst in das Haus meiner Eltern gegangen sind. Dort warteten wir, dass das Granatfeuer aufhört, aber die Separatisten schossen jeden Tag, jede Stunde. Ich habe unter Granatenbeschuss meinen jüngsten Sohn geboren. Wir lebten sechs Monate im Keller, ohne elektrischen Strom, ohne Wasser oder Gas. Wir kochten auf Lagerfeuern und mussten zwei Kilometer laufen, um etwas Wasser zu holen. Mein Ältester wurde auf dem Weg zum Wasser­holen beinahe getötet. Monatelang hatten wir kein Brot.

Hoffnung auf Frieden

Als die Situation irgendwann untragbar wurde, verließen wir die Stadt. Es war eine Flucht mit nichts außer dem, was wir mit den eigenen Händen tragen konnten und Geld für nur einen Monat. Wir mieteten eine Wohnung in Kramatorsk, wo wir im Bus Menschen trafen, die uns dann geholfen haben, Fuß zu fassen. Hoffentlich ist der Krieg bald vorbei, dass wieder Frieden herrscht und wir aus dieser schrecklichen Situation herauskommen. Ich erwarte nicht mehr, dass wir unser Haus zurückbekommen. Wahrscheinlich könnte man es derzeit noch reparieren, aber der Krieg ist auch noch nicht vorbei. Man streckt die Hände aus und betet: „Herr, wann wird das alles aufhören? Gott, bewahre uns vor diesem Krieg, möge diese Bombe die letzte sein. Gott, bewahre uns!“.

Ukraine – wie Sie helfen können

Unterstützen Sie Familien in der Ukraine durch:

  • Hilfsgüter
  • gefüllte Schulranzen und Gymbags
  • Geld

Ihre Spende hilft!

  • Mit 50 Euro ermöglichen Sie den Transport von einem Rollator, Toilettenstuhl oder Rollstuhl.
  • Für 150 Euro können wir eine Euro-Palette mit Kleidung, Nahrungsmitteln oder Schulranzen in die Ukraine bringen.

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